
Die Freude darüber ist groß und zweifellos verdient. Das Album eröffnet mit dem soliden Track „Dancing With The Enemy“, der den typischen Sound der Band aufgreift und den Ton für das weitere Hörerlebnis setzt. Es folgt „Glass Heart“, ein radiotauglicher Song, der dennoch mit seiner Alternative-Rock-Note überrascht. Mit „Fake“ verlässt die Band mutig ihre Komfortzone. Der Song klingt modern, kraftvoll und geheimnisvoll und wird durch einen starken Refrain zu einem der Höhepunkte des Albums. „Dreaming“ bleibt sofort im Ohr und versprüht einen leichten Country-Rock-Charme. Wer überschüssige Energie loswerden möchte, wird an „Let’s Go Psycho“ seine Freude haben: ein treibender, energiegeladener Track, der zum Mitgehen animiert. Mit „No Surrender“ zeigen Those Damn Crows ihre härtere Seite. Der Song ist melodisch, rockig und ein weiterer Kracher – ein echtes Highlight zum Abschluss. In den vergangenen Jahren wurde originell inszenierten Musikvideos leider oft zu wenig Beachtung geschenkt. Doch dieser Trend scheint sich langsam wieder umzukehren. Auch Those Damn Crows setzen in dieser Hinsicht ein starkes Zeichen. Zum siebten Song „The Night Train“ haben sie ein wunderschön animiertes Video mit einer berührenden Geschichte veröffentlicht. Der Track selbst bildet den nachdenklichen Ruhepol des Albums. „Turn It Around“ beginnt mit ungewohnten Klängen, bevor der Refrain vertraut nach Those Damn Crows klingt und die charakteristische Energie der Band zurückkehrt. Mit „Spit & Choke“ wird das Tempo wieder angezogen: schnell, kraftvoll und kompromisslos rockig – spätestens hier hält es niemanden mehr auf den Sitzen.
Der abschließende Song „Still“ ist eine akustische Ballade mit tiefgründigen Texten. Er bringt die emotionale Achterbahnfahrt des Albums auf eindrucksvolle Weise zu einem ruhigen, nachdenklichen Ende.